Road Trip Day 8 – Falling Deep in Love With Kings Canyon

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Rising early has become a standard thing and you think that I should by now be used to waking up before the sun and into a cool night with stars twinkling overhead and racing towards the first rays of red light. Nope, that is definitely not the case. Even though it feels increasingly cold in my swag or sleeping bag, I cannot bring myself to rise without being time pressured. Need to work on that, but what is a night owl to do? It’s in my nature.

Today’s target was the massive and insanely impressive Kings Canyon. To all those people who just come to Australia to see Ayers Rock and chill by the pool afterwards, I can only shake my head in pity. You are missing out if you are sticking to your plan.

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Heart Attack Alert


One thing upfront, though. It is not for wimps. Get into gear with your Crocodile Dundee hat, stock of water and sunscreen, sturdy shoes as well as the right mindset. This is no place for messing around. Just two months ago a young girl was taking a photo near the edge, tripped and plummeted to her death. So please stay aware and keep your feet planted firmly on the ground.

Without wanting it, we were witnessing insanely reckless behaviour with people climbing down a round slope for a better view. If they had tripped, there would be no way on earth for them to get a hold, plus the lookout was caved in, so they might as well crash down regardless since that has long been overdue according to geologists. So, like I said, if you keep your feet to the ground, your eyes on the path and your brain alert, you should be fine.

First hurdle is the Heart Attack Hill, a name given with some forethought. The stairs are naturally sticking out or cut out of the mountain face and are annoyingly irregular and thus cause an instant breath shortage. Be sure to stop in between and just take lots of photos, it’s the best excuse to hiding your unbelievably low level of fitness. Well, that it was in my case at least and you can’t be much worse than me – unless you’re a weak limbed granny, maybe.

Hill mastered, the walk leads for 3 to 4 hours on top of the canyon, overseeing high rising domes and deep valleys, one of them Eden’s Paradise. Blue skies, red rocks, fossils abound and piled up layers of stones, there sure is no way not to have an epic photo. If all fails, the lagoon down in Eden’s Paradise with tranquillity transpiring through the foliage, shading your head from the relentless sun and opening your eyes to the flock of singing birds will definitely have you ooh- and aahing.

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Running our of Words


To give you an idea, since I can never fully capture the magnificence of any of the places in Australia I have been to so far be it in pictures or writing, let me at least give it another try and describe an examplary sight you encounter along the way.

Start to fill your blank canvas with the obligatory azure blue sky but this time add along the left corner dots of white fluffy clouds, which are getting smaller and denser towards the straight cut mountain edge that makes up the horizon, which slopes down in a sharp angle to the right, revealing endless grasslands in green and yellow with scattered trees and bushes. The rocks shine in a brilliant red everywhere you look and patches of white reveal their original colour where the cliffs have fallen off only a while ago. Again, it’s oxidisation that is responsible for the crab red colour.

Now use brisk, thin strokes to indicate the different layers of the thousand year old sandstone that break off here and there, leaving shards and edges everywhere. Draw wave patterns on some of the oval shaped stones under your feet, add small cracks and dried out riverbeds with snow white trees with lush green leaves providing shade but also possible sudden death with their lose dead limbs, giving it the name of Widow Maker. Now pile up some stones to your right and in the far left corner, just a little above the edge, create round domes like ant hills that were shaped by eroding the edges over millions of years.

With all this fluidity in shapes going on, the wavers and fossils underneath, it requires no big amount of imagination to see this place buried under tonnes of water with lots of crustaceans and sea plants spending their time. In this heat the water imagery is certainly refreshing, just take a sip out of your water bottle and don’t forget to move on to continue this pleasantness on the eyes.

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Inzwischen ist früh Aufstehen zum Normalzustand geworden und man sollte meinen, dass ich mich daran gewöhnt habe vor der Sonne aufzustehen und meinen Tag mit der kühlen Morgenluft zu begehen und bei noch funkelnden Sternen die ersten roten Strahlen zu betrachten. Dem ist aber nicht so. Obwohl es zunehmend kälter im Swag wird, kann ich mich einfach nicht aufraffen – da braucht es schon Zeitdruck. Daran muss ich wohl noch arbeiten, aber was soll man als Nachteule denn tun? Es ist einfach in meiner Natur.

Unser heutiges Ausflugsziel sollte der enorme und unglaublich beeindruckende Kings Canyon sein. Ein Ratschlag an alle diejenigen, die nach Australien kommen, um eigentlich nur den Ayers Rock zu sehen und danach am Pool zu liegen: das ist ein großer Fehler. Ihr würdet so viel verpassen.

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Herzanfallalarm


Eine Sache vorweg: es ist kein Ort für Schwächlinge. Also schnappt euch euren Crocodile Dundee Hut, füllt eure Wasservorräte auf, schmiert euch mit Sonnencreme ein und entstaubt eure Wanderschuhe. Dann fehlt nur noch die richtige Einstellung. Erst vor zwei Monaten starb hier ein junges Mädchen als sie ein Sprungfoto nahe der Klippe machen wollte, stolperte und viel in den Tod. Also bitte immer schön achtsam bleiben und die Füße schön auf dem Boden lassen.

Ohne es zu wollen, waren auch wir Zeuge von völligem Leichtsinn. Es gab doch tatsächlich Leute, die die Felswände hinunterkletterten, um eine bessere Aussicht zu bekommen. Wären sie falsch aufgetreten, dann wäre das das Letzte gewesen, denn es gäbe keine Möglichkeit sich festzuhalten. Zudem gibt es einen ausgeschilderten Aussichtspunkt, der komplett unterhöhlt ist und Geologen sagen, dass er jederzeit einstürzen kann – eigentlich ist er damit schon viel zu spät dran. Wenn man wie gesagt die Füße auf dem Boden lässt, die Augen auf den Weg richtet und wachsam bleibt, dann ist alles gut.

Die erste Hürde ist dann der Herzanfallhügel, der einen gut überlegten Namen trägt. Die Stufen sind Steine, die aus dem Berg herausstehen und nervigerweise unterschiedlich groß waren und daher für sofortige Atemnot sorgten. Macht also immer wieder Pausen, um ganz viele Fotos zu schießen – das ist die beste Ausrede um die eigene peinlich niedrige Fitness zu kaschieren. So erging es mir jedenfalls und kann bei euch gar nicht schlimmer sein, außer ihr seid vielleicht eine alte klapprige Omi.

Den Berg bestiegen, geht es für 3 bis 4 Stunden weiter entlang des Canyons mit Ausblick auf die Steinkuppeln und tiefen Täler und hinunter in das Paradies Eden. Blauer Himmel, rote Steine, Fossilien en masse und aufgestapelte Steinschichten, es ist schwer kein gutes Foto zu schießen. Falls es doch nicht klappen sollte, kann man Erholung unten im Paradies Eden sammeln, wo kleine Wasserlöcher, Palmen und Vögel einem den Tag versüßen.

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Mir gehen die Worte aus


Um euch mal ein besseres Bild zu verschaffen, denn es ist schier unmöglich die Erhabenheit der bisher von mir besuchten Orte zu beschreiben oder bildlich einzufangen, versuche ich es dennoch noch einmal und erzähle ich euch von einem beispielhaften Anblick, der euch unterwegs begegnen wird.

Stellt euch eine leere Leinwand vor, die ihr mit dem obligatorischen azurblauen Himmel ausmalt, mit ein paar weißen Flecken für Schönwetterwolken in der linken Ecke, die zur Mitte hin kleiner und dichter werden und auf den Horizont treffen, welcher zur rechten Seite hin stark abfällt und die Sicht auf die ewige Weite der Graslandschaft in gelb und grün mit vereinzelten Bäumen und Büschen preis gibt. Die Steine reflektieren das grelle Sonnenlicht und zeigen sich von ihrer rotesten Seite, auch wenn man hier und da weiß – ihre Originalfarbe – entdecken kann, wo sie entzwei gebrochen sind. Auch hier ist es die Oxidation, die für die krebsrote Farbe sorgt.

Nun mal mit schnellen, dünnen Pinselstrichen die verschiedenen Lagen der tausendjährigen Sandsteine mit abgebrochenen Stellen und Bruchstücken hier und da einzeichnen. Danach kommen noch Wellenmuster auf die Platten zu euren Füßen mit kleinen Rissen in ausgetrockneten Flussbetten und schneeweißen Bäumen mit saftig grünen Blättern ringsherum. Diese tragen den volkstümlichen Namen der Witwenmacher, da ihre toten Äste abrechen und die Schattensuchenden schon mal erschlagen können. Nun gilt es noch Steine zu eurer Rechten und ganz links hinten nur ein klein wenig über dem Rand aufzustapeln und zwar so, dass sie oben abgerundet sind und wie abgeschleifte Kegel aussehen. Von weitem sieht das dann wie Ameisenhügel aus. Diese Formationen wurden durch Erosion der Kanten vor Jahrmillionen geschaffen.

Mit all diesen runden Formen und noch dazu mit den als Fossilien festgehaltene Wellen ist es kein großes Stück sich vorzustellen wie dieser Ort unter Tonnen an Wasser verschwunden war und Krustentiere und Seepflanzen alles bevölkerten. In der Mittagshitze ist diese Vorstellung sicherlich erfrischend. Also noch schnell einen Schluck aus der Wasserflasche genommen und weiter geht es mit der Erkundung dieser atemberaubenden Landschaft.

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