Road Trip Day 9 – Alice Springs

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Between my tours I had a day off at desert town Alice Springs (which is yet again not really in a desert since there is water underground) and I made a little walking tour of it with two of my tour co-tourists. Along the dried up riverbeds we walked wondering how on earth boat races could take place here. In fact, the people have to stick out their feet or put up wheels. Crazy. On we walked in wonder through grasslands with big red boulders, thin trees and onto grass the patches near the historical settlement of Alice Springs.

We didn’t feel like paying $9, though, and so settled with an ice cream on the veranda, gazing out into the sun before we headed to the so called spring that caused the founding of this place. In truth, the explorer obviously didn’t know a spring from a puddle and feeling assured of water supplies here, he decided to set up one of his 11 telegraph stations here. He needed to do it anyway and this would serve just as well.

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As I said, the spring is actually no a spring and never was. In the dry river bed there are layers of impenetrable rock and when there was actually water flowing through it and drying up, some of it remained in this hollow like a small lake. The explorer named the “spring” after his boss’s wife, but she never even visited this town. Oh, well.

On our way back I had already devoured 2 litres of water although it was not hotter than on the other days, but I did feel slightly dizzy and chilly. I might have gotten a small heat stroke. So I refilled my bottle with water and my belly with cookies in the shadows at Todd Mall Street and made extensive use of the free wifi. Splendid!

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Walking to my hostel I saw many Aboriginals everywhere I looked. Since I hadn’t really seen any before, I was super excited because after all, Australia is practically their country and why should they be hidden. But the ones I saw looked so forlorn and somehow ragged, it was a sad sight. I had been warned about the drunken aborigine lurking about, barefoot children looking wild – all these stereotypes I hate.

But somehow the sight of these groups in overworn Shirts and Shorts hanging loosely over super skinny limbs were a little bit scary. Afterwards I was told that it is not safe to walk the streets come dawn because of Aborigines and there was actually a case of someone getting beaten up badly by a random van stopping by to do just that and drive off. But it were white people. No need to reinforce stereotypes.

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Zwischen meinen Touren hatte ich einen Tag frei und konnte die Wüstenstadt Alice Springs etwas näher in Augenschein nehmen (aber nochmal ganz genau: es ist in Wirklichkeit keine Wüste, da es noch Wasserquellen gibt). Die Stadterkundung wurde zu einer eigenen kleinen Tagestour mit zwei Mitreisenden. So ging es entlang eines ausgetrockneten Flussbettes, in dem tatsächlich Bootrennen stattfinden (ohne Wasser werden diese mit Füßen und Rollen vorwärtsgeschoben). Verrückt. Darüber schmunzelnd ging es weiter durch die Graslandschaft mit roten Felsen, dünnen Bäumen und auf den Rasen der Originalsiedlung von Alice Springs.

Uns war nicht danach für 9 Dollar eine Handvoll alte Häuser zu besichtigen und so ließen wir uns auf den Verandastühlen nieder und genossen ein Eis in der Hitze bevor es zur Quelle ging, dem der Ort seinen Namen verdankt. Witzigerweise ist es gar keine Quelle, wie der Name vermuten lässt, sondern eine Wassergrube, in der das Wasser nicht im Boden versinken kann, da sich dort harter Granit befindet.

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Der Entdecker wusste anscheinend die Pfütze nicht von einer Quelle zu unterscheiden und dachte, dass hier genügend Wasservorräte vorhanden wären. Folglich baute er eine der damals 11 Telegraphenstation auf, was sein eigentlicher Job war. Übrigens benannte er beherzt den Ort nach der Frau des Bosses. Diese hat zeit ihres Lebens ihrer Namensstätte nie einen Besuch abgestattet.

Auf unserem Rückweg hatte ich bereits 2 Liter Wasser konsumiert, was aber anscheinend bei der Hitze und trotz Behütung nicht genug war, denn ich fühlte mich kalt und schwindelig. Da hatte ich wohl einen kleinen Hitzeschlag. Also musste ich bei der nächsten Gelegenheit meine Flasche nachfüllen und mich mit Keksen in eine schattige Ecke der Todd Mall Straße setzen. Da spasste mir gut, denn es gab Wlan. Ein Traum!

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Als ich ich auf den Heimweg machte, begegneten mir sehr viele Aborigines. Da ich bisher nicht wirklich welche gesehen hatte, war ich darüber sehr erfreut, denn Australien ist schließlich ihr Land und sie sollten doch präsent sein. Aber die Aborigines, die ich sah, kamen mir so verloren und verwahrlost vor, es war ein trauriger Anblick. Ich wurde bereits gewarnt vor betrunkenen Aborigines, die herumlungern und vor Kindern, die wild herumstreunen – alles Stereotypen, die ich hasste.

Aber der Anblick der sich mir nun bot mit all den abgetragenen Shirts die in Übergröße auf den unglaublich dürren Gelenken hingen, war doch erschreckend. Hinterher wurde mir sogar erzählt, dass man nach Anbruch der Dunkelheit nicht mehr auf den Straßen von Alice Springs herumlaufen sollte, da dies wegen der Aborigine gefährlich sei. Genau vor dem Abend an dem ich ankam gab es sogar einen Vorfall, wo jemand von den Fahrern eines vorbeifahrenden Vans wahllos zusammengeprügelt wurde. Aber das waren zum Glück keine Aborigines. Wir wollen doch keine Stereotypen unnötig bestätigen.

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