Why I Would Never Climb the Uluru

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For many tourists it is a must see on a visit to Australia. The Ayers Rock possesses a special attraction to people all over the world. A towering stone formation in the middle of endless plains, shimmering red underneath a glowing hot sun. I would without a doubt recommend a visit at least once in a lifetime. What I would never recommend, however, is to jump on the bandwagon and climb it. Ever.

There are many reasons that seem reasonable to most and stem from a self-centred perception. First, the rock surface is smooth with no protruding edges or a rocky path that can serve as makeshift steps and the climb is super steep, too. There have been deaths with people stumbling and falling off. Second, people can be gross and disrespecting and therefore the formerly clean water pools on top have become dumps of waste with people relieving themselves or changing nappies. Also, the occasional batteries were changed and disposed of here so that lithium and salmonella are common features of said pools. The climb is therefore dangerous and unhealthy.

Apart from an effect on one’s own safety and health, these two examples already show a gross disrespect to fellow human beings and nature. Tell me why the aboriginals have to put their beliefs and traditions second to tourist’s need for adventure and show-offy selfies? Why not climb another rock in the middle of nowhere? Australia actually has plenty of those. So my ultimate and most important, because often belittled point is cultural sensitivity. Yes, that one. Think about it for a moment. Would you also ignore traditions and stand on a church altar or wear a mini skirt in a mosque? Why would you climb a highly treasured cultural monument which can only be climbed by a select few honorary men of the culture community itself? Why do people feel so entitled?

Now you might possibly throw the argument at me that it is allowed and indeed it is, complete with a railing hacked into the rock surface to support the climbers. But what if I told you that white men have always climbed that rock whether the aboriginals liked it or not? It started with the explorer William Gosse, who, upon seeing the rock, had to instantly scramble on top (or had someone else sent – it is still under historical debate) and named it after the then Chief of Secretary Chief Secretary of South Australia, Sir Henry Ayers, neglecting the fact that it already had a name given by the traditional “owners” (ownership of nature is a white man’s concept). When a road was laid to Uluru in the 60s, tourism came rushing in, placed a hand rail and with encouraged carefree and careless adventurers to come. Before the Anangu people could stop it, the rush was already in full swing. People trampling their marks into the rock’s surface.

So in the end, there was nothing to be done from keeping people away. There would always be ones that tried to scramble up and by blocking one entrance, they might as well try and find new ways up, which might be extremely dangerous or on a holy site (such as the waterhole Gosse chose). To prevent more desecration as well as deaths, which would result in extensive mourning episodes by the aboriginal people (they do feel responsible for the Uluru and are deeply connected with it), keeping the climb open was a sad but necessary step, in my opinion.

Just because you can do it does not mean you should. The Uluru is still a place that is welcome to visitors and the Anangu share parts of their creation stories with the eager visitors. Like in a museum, you can walk around and admire, read the inscriptions and take photos in some and keep your camera shut down in other places. Just don’t touch, change or climb anything and be mindful of the object’s significance as well as to other visitors. Don’t run around, don’t yell or walk off the path, don’t rip out plants or take stones with you. It is a National Park and there are a lot of don’ts, but there are a lot of do’s, too. Do take in the magical atmosphere and walk around the lusciously green base contrasting with the shiny red rocks. Discover the many faces in the rock’s outside, learn about geological creations and aboriginal creation stories and realize that it is much more than just a polished stone protruding from a flat canvas of red sand. As the saying goes, “take photographs, leave only footprints”. And please respect that.

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Für viele Touristen steht er ganz oben auf der Liste, der Ayers Rock. Er hat eine ganz besondere Anziehungskraft auf Menschen aus aller Herren Länder. Eine riesige Gesteinsformation mitten in einer endlos platten Landschaft, die in der Sonne in kräftigem Rot glänzt. Ich würde ohne Einschränkungen einen Besuch mindestens einmal im Leben empfehlen. Was ich jedoch keinesfalls empfehle ist, den Uluru zu besteigen. Unter keinen Umständen.

Es gibt viele Gründe, die dagegen sprechen und einige davon werden die meisten auch einsehen, leider haben sie aber auch mit eigenem Vorteil zu tun. Erstens ist die Gesteinsoberfläche glatt ohne Vorsprünge oder Steinformationen, die als Halt dienen könnten. Sollte man also stolpern und fallen, wäre es unmöglich sich festzuhalten und der Sturz wäre der letzte, den man täte. Es gab bereits Tote. Zweitens können Menschen echt eklig und respektlos sein. Die ehemals sauberen Badepools auf dem Stein sind inzwischen mit Exkrementen, Windeln und Lithiumbatterien verseucht und eine Brutstelle für Salmonellen. Kurz gefasst, dort hochzusteigen ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesundheitsschädlich.

Abgesehen von den Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und Sicherheit, zeigen diese beiden Beispiele eine ungemeine Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen und Natur. Bitte sagt mir mal jemand, warum der Glauben und die Traditionen der Ureinwohner Australiens hinter den Wünschen von Touristen und Abenteuern gestellt werden. Warum kann man keinen anderen Stein in dieser endlos ebenen Landschaft Australien besteigen? Es gibt wirklich genug davon hier. Daher ist mein letzter und wichtigster Grund, der leider oft belächelt wird, das kulturelle Verständnis. Ja, genau Respekt vor anderen Kulturen. Denkt doch einmal darüber nach. Würdet ihr Traditionen ignorieren und einfach auf den Altar einer Kirche klettern oder im Bikini in eine Moschee gehen? Warum dann ein Heiligtum der Aborigine besteigen, was sonst nur von ganz bestimmten ehrenwerten Mitgliedern des Stammes betreten werden darf? Warum denken die Menschen, dass ihnen alles zusteht?

Nun werdet ihr vielleicht mit dem Argument kommen, dass es doch erlaubt ist und das ist es auch tatsächlich. Es gibt sogar ein Geländer, dass in den Stein gehauen wurde, um den Touristen beim Aufstieg zu helfen. Aber was wäre, wenn ich euch erzählte, dass „die Weißen“ schon immer hinauf gestiegen sind, ob mit oder ohne Einverständnis des Anangu Stammes. Es fing mit dem Erkundler William Gosse an, der den Stein sofort von oben sehen musste (und wahrscheinlich erst einmal jemand anderen hoch geschickt hat – das steht noch zur Debatte). Er benannte den Stein, der bereits den Namen Uluru hatte, nach dem damaligen Staatssekretär Südaustraliens Sir Henry Ayers. In den 60ern kam dann noch eine Straße hinzu und somit die Touristenmassen. Bevor die Anangu wussten, wie ihnen geschah, war der Tourismus schon in vollem Gange und die Leute trampelten sich einen Pfad auf den Uluru.

Zum Schluss war es nicht mehr möglich, die neugierigen Leute fern zu halten. Es würde immer jemanden geben, der hinaufklettern würde und bei einer Absperrung wäre das vielleicht ein heiliger (so wie der Weg, den Gosse nahm) oder sehr gefährlicher Ort. Um noch mehr Schändung und Tote zu vermeiden (die Anangu fühlen sich verantwortlich und traürn lange um Tote am Ayers Rock), wird der Aufsteig offiziell erlaubt. Leider notwendig, wie ich finde.

Nur weil man es kann, heißt noch lange nicht, dass man auch soll. Der Uluru ist ein Ort, der offen für Besucher ist und die Anangu teilen sogar einen kleinen Teil ihrer Entstehungsgesichten mit. Wie in einem Museum kann man herumlaufen und bewundern, die Informationstexte lesen und an einigen Orten Fotos schießen und an anderen nicht. Man sollte auch hier nichts anfassen, verändern oder besteigen. Nicht rennen, repsektlos sein, schreien oder vom Weg abkommen, nichts herausreißenn oder mitnehmen. Alles ganz einfach. Es ist wahr, es gibt viele Verbote, aber auch vieles, was erlaubt ist. Wie zum Beispiel diese magiosche Atmosphäre aufsaugen, die sich um die vielen Wasserlöcher und die wandelbare Vegetation erschließt. Das Rot bewundern, das sich mit dem Grün kontrastiert, die vielen Gesichter des von fern so einheitlich aussehenden Steines von dichtem erkennen, den Geschichten der Anangu lauschen und die Zeichen entdecken. Wie man so schön hier in Australien sagt, „nimm Bilder mit und hinterlasse nur Fußabdrücke.“ Und dies bitte auch befolgen.

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